1909 | Die Gründung

Was als kleine Schmiedewerkstätte in Terlan begann, entwickelte sich über drei Generationen zum heutigen Musterunternehmen. Gründer der Werkstätte ist Albert Mitterer, geboren 1877 in Laurein am Nonsberg. Er erlernte in Völlan in den Jahren 1894 bis 1896 das Schmiedehandwerk und begab sich dann, so wie es damals üblich war auf Wanderschaft. In Vilpian in der Bierbrauerei der Gebrüder Schwarz findet er seine erste Arbeit als Schmied.

Im Jahre 1909 eröffnete Albert  Mitterer in Terlan im Ortsteil Kreuth die eigene Werkstätte als geprüfter Huf- und Wagenschmied, in direkter Nachbarschaft mit dem Wagnermeister Thomas Peer, Erbauer der ersten Gondeln der Kohlerer Seilbahn.

Im gleichen Jahr erblickte Sohn Ernst das Licht der Welt. Er trat schon sehr früh in die Fußstapfen des Vaters und führte seit den 19dreißiger Jahren mit viel Engagement den Betrieb weiter.


1940 | Landwirtschaftliche Maschinen

Nach dem zweiten Weltkrieg erlebte die Landwirtschaft im Etschtal große Veränderungen. Vieh- und Landwirtschaft wurden von Obst- und Weinbau verdrängt, und die Mechanisierung der Arbeit nahm ständig zu.

Für Ernst Mitterer waren diese Veränderungen eine große Herausforderung, der er sich auch stellte. Ein findiger Kopf stand ihm dabei helfend zur Seite. Zum Angebot des Betriebes gehörten in den fünfziger Jahren Anhänger mit patentiertem Rolltisch, Spezialpflüge, Reisigschneidmaschinen sowie Planung und Bau von Frostschutz- und Beregnungsanlagen.

Aber auch das Beschlagen der Pferde mit neuen Hufen gehörte bis in die sechziger Jahren zum Repertoire.


1960 | Die ersten Sprühgeräte

Zum Spezialgebiet wurde schließlich der Bau von Sprühgeräten zur Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft, zuerst in Form so genannter Rüsselgeräte und später als Sprühgeräte mit dem damals revolutionären Rundgebläse samt Flügel mit Wirbelsystem. Mit ihrer roten Farbe und gelber Aufschrift „Mitterer“ sind sie zum Markenzeichen geworden.

Dank großer Nachfrage und ständig wachsender Auftragslage musste der Betrieb mehrmals erweitert werden, neue Werkhallen und Büroräume wurden erbaut; durch diese baulichen Maßnahmen und eine kontinuierliche Modernisierung hat die Firma Mitterer den Sprung zum Marktleader geschafft.

Ein besonderes Anliegen war und ist der direkte Kontakt zum Kunden, der mit auf seine individuellen Fragen maßgeschneiderte Lösungen fand.

1980 | Die Firma Ernst Mitterer

Die Sprühgeräte wurden laufend verbessert und perfektioniert, sodass der Markt weit über Südtirol hinausreichte, zunächst in andere italienische Regionen (z.B. Veneto, Romagna und Kalabrien) und dann ins Ausland.
Mitterer-Sprühgeräte waren von nun an in der Bodenseeregion, aber auch in zahlreichen europäischen Ländern sowie am Ostmarkt im Einsatz.

Die Firma Ernst Mitterer nahm in den siebziger Jahren eine neue Rechtsform mit der Bezeichnung „E. Mitterer K.G. des Ernst Mitterer und Co.“ an.


2009 | Mitterer heute

Der Betrieb „E. Mitterer und Co. K.G.“ erstreckt sich heute über eine Gewerbefläche von 5.000 Quadratmetern. In dritter Generation Mitterer führen Hermann und Anton, die ältesten Söhne von Ernst, nach der Ausbildung zum Meister den väterlichen Betrieb. 1995 verstarb der langjährige Seniorchef Ernst Mitterer. Dessen Neffen sind bereits im Betrieb integriert und sichern somit eine weitere langjährige Fortführung des Familienunternehmens.

Im Laufe der Jahre haben sich die Sprühgeräte in deren Technologie stets weiterentwickelt. Die Firma Mitterer schaffte es von Anfang an Maßstäbe im Pflanzenschutzsektor zu setzen und ihre Sprühgeräte gelten immer noch als eine der innovativsten und hochwertigsten ihrer Art.

Als einer der führenden Hersteller von professionellen Sprühgeräten für den Pflanzenschutz zählt heute fast ganz Europa zu den Exportländern, wobei jährlich neue dazu kommen, und der Name Mitterer steht heute für allerhöchste Qualität gepaart mit langjähriger Erfahrung.